| Parque National Alejandro Humbold |
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| Donnerstag, den 29. Januar 2009 um 18:41 Uhr |
Ein Reisebericht von Christa, Karin und AstridWir, drei deutsche Frauen der Gruppe „Ecomujer“, reisten im Februar 2007 nach Guantanamo im Osten Kubas, um von da aus den „Parque Nacional Alejandro Humboldt“ und den Ort Baracoa kennenzulernen. Da unsere Gruppe zur Zeit das Thema „Wasser“ als Arbeitsschwerpunkt hat, interessierte uns speziell dieser Aspekt. Obwohl wir unseren Besuch in Guantanamo nur einen Tag vorher angekündigt hatten, stand eine Übersetzerin zu unserer Verfügung und Franziska, die ökonomische Leiterin der Hauptverwaltung in Guantanamo CITMA (ciencia, tecnologia, medio ambiente), promovierend über das Thema „Wasserprobleme im Osten Kubas“ empfing uns im Büro sehr herzlich zu unserem offiziellen Besuch. Wir wurden den wichtigsten Mitarbeitern vorgestellt und erhielten per Powerpoint- Präsentation erste und wichtige Informationen über den Humboldt-Park: Er ist von beeindruckender Größe, in vier Sektoren aufgeteilt – wir sollten und konnten nur den Sektor Baracoa kennenlernen -, von den 26 Gemeinden, die innerhalb des Gebietes liegen, sind alle mit Schulen versorgt. Das Gebiet ist außerordentlich wasserrreich, von vielen Flüssen und Bächen durchzogen. Wir hörten auch von Problemen, die Infrastruktur des Gebietes betreffend, doch davon später mehr. So erhielten wir einen ersten Überblick, für uns gut verständlich; in unseren Augen verfügt das Büro über außerordentlich gutes Info- und Werbematerial.
Leider wird diese Möglichkeit im Moment kaum mehr genutzt, wohl jedoch von Mitgliedern der umliegenden Gemeinden, die hier ihre Versammlungen abhalten. Der Gedanke von uns: Vielleicht liegt die mangelnde Nutzung an bürokratischen Hürden? Auch die Regelung der Besuchserlaubnis für den Park blieb uns ein Geheimnis, es gab unterschiedliche und widersprüchliche Informationen.
Nächste Station war Santa Maria, eine sogenannte Mustergemeinde, die zu den 48 % der Gemeinden gehört, die in den Genuss fließenden Wassers gekommen sind. Dort sammelt man Regenwasser in Zisternen und pumpt es in die Haushalte, Steinhäuschen mit kleinen Gärten; außerdem verfügen diese „Musterhäuschen“ über Toiletten und ein Abflusssystem.
Die Exkursion war für uns hochinteressant, weil wir in Augenschein nehmen konnten, was im Sektor Baracoa schon alles geleistet worden ist, aber auch welche Probleme, vor allem in den Gemeinden noch zu bewältigen sind.
Höhepunkt unseres Aufenthaltes in Baracoa war ein Ausflug zum El Yunque (Amboss), diesem durch seine Ambossform beeindruckenden Berg, der weithin nicht zu übersehen ist. Mit dem Kleinbus gings bis zu einem Campismo (Campingplatz) und ab da unter Führung der erfahrenen Florifauna- Kennerin Laritza zu Fuß. Sie erklärte uns unterwegs die vielfältige und für uns sehr exotische Flora, wies immer wieder auf die medizinische Nutzung vieler Pflanzen hin oder benannte endemische, d.h. nur in Kuba vorkommende Gewächse. An einem Fluss entlang gings langsam bergauf; dieser – gar nicht so flach mit ordentlicher Strömung – war zu überqueren, der Pfad wurde enger und steiler, die Luft feuchter, bis man sich plötzlich einem hohen Wasserfall mit einem Naturschwimmbecken gegenübersah.
ZusammenfassungWir haben zwar nur einen von vier Sektoren des Humboldt-Nationalparks kennengelernt, aber anhand dessen sozusagen exemplarisch viel gesehen, erfahren, gelernt und verstanden. Einige Probleme sind nicht zu übersehen, diesen gegenüber stehen jedoch auch große Leistungen und Erfolge. - es gibt noch zu häufig Transportprobleme - die Bewilligungspraxis für Besucherscheine ist unübersichtlich, kompliziert und schreckt Besucher eher ab; zu viele bürokratische Hürden - für Ökotouristen fehlt es noch an guter Werbung, klaren Informationmen und Zuständigkeiten Unsere Frage und Sorge ist auch: Wie geht es weiter, wenn die Stiftung der Grünen die finanzielle Unterstützung kürzt oder gar streicht? Wie gestaltet sich weiter die Zusammenarbeit mit der Humboldt-Universität Berlin?
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| Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 20. Oktober 2011 um 17:09 Uhr |

Das nächste EcoMujer-Treffen findet vom 28. bis zum 30.06.2013 in Rotenburg an der Wümme statt.
Wer noch teilnehmen möchte, um Ecomujer kennenzulernen schickt bitte eine Email an den Vorstand über die Kontaktseite.
Wir freuen uns auf Euch!